Etwa 3000 Menschen holen sich einmal pro Woche ein Lebensmittelpaket bei der Tafel ab. Es gibt Listen in den Ausgabestellen, auf denen die Haushaltsgröße sowie der jeweilige Ausgabetag vermerkt sind. Bei den acht Ausgabestellen arbeiten ca. 120 ehrenamtliche Helfer, damit alles reibungslos klappt. „Weitere ehrenamtliche Helfer werden dringend gesucht“, sagt Hoffmann und ergänzt: „Der Einsatz ist frei geregelt, aber 5 bis 6 Stunden sind schon wünschenswert, weil sich sonst die Einarbeitung nicht lohnt.“
Auch die Finanzierung der Personalkosten interessierte die Linksfraktion / offene Liste. Dazu Uwe Hoffmann: „Wir haben zwei festangestellte Mitarbeiter, einen für das Lager und unseren Geschäftsführer, Wolfgang Hildesheim. Die Kosten für das Personal werden aus den laufenden Einnahmen bestritten.“
„Bei der Essener Tafel wurden zeitweise Personen von der Versorgung ausgeschlossen. Gab es das in Paderborn auch?“, wollte Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion / offene Liste wissen. „Das war bei uns nie ein Thema“, so Peter Hoffmann. „Unser `Publikum´ ist sehr gemischt: Alleinerziehende, Flüchtlinge, ältere Menschen. Die Leute verstehen sich hier gut; manche bilden auch Fahrgemeinschaften untereinander, um die Lebensmittelpakte abzuholen.“
„Unsere Rücklagen schrumpfen“, sagt Uwe Hoffmann, „so kostet allein schon die Investition für das neue Kühlhaus 40.000 Euro, die für die Lüftung und für ein Warnsystem benötigt werden. Daher können wir auch den Mietkostenzuschuss sehr gut gebrauchen, denn mit der Summe von 30.000 Euro können wir 10 Monate lang unsere Mietkosten bezahlen.“
Die Linksfraktion wird die Situation der Tafel weiter im Blick behalten. „Im Rahmen der Haushaltsberatungen werden wir prüfen, ob die Stadt für das kommende Jahr die kompletten Mietkosten der Tafel übernimmt“, versprach Reinhard Borgmeier.