Vor diesem Hintergrund stellt die Fraktion Die LINKE für die nächste Ratssitzung die Anfrage, wie es bei obdachlosen Menschen in Zeiten von Corona in Paderborn aussieht.

„Wir möchten wissen, wie viele obdachlose Frauen und Männer es aktuell in Paderborn gibt und wie sich die Übernachtungsmöglichkeiten darstellen“, sagt Ratsfrau Roswitha Köllner und ergänzt: „Die coronabedingten Hygiene-Vorschriften müssen auch in Obdachlosenunterkünften einhalten werden. Wir fragen uns, welche Auswirkungen das auf das Schlafplatzangebot hat und ob es einen Ausgleich für wegfallende Übernachtungsmöglichkeiten gibt.“

DIE LINKE will auch erfahren, welche Möglichkeiten tagsüber insgesamt bestehen für Aufenthalt und Verpflegung von obdachlosen Menschen. Nicht zuletzt soll geklärt werden, wie viele Quarantäneplätze im ehemaligen Pigal-Haus derzeit belegt sind und ob es getrennte Quarantänemöglichkeiten für obdachlose Frauen und Männer gibt. Ein Leben ohne eigene Wohnung ist hart", so Köllner, „wir müssen jetzt die besonders verschärfte Situation betrachten."

DIE LINKE fordert, die Lage der obdachlosen Menschen im Blick zu behalten und ausreichend Hilfsangebote bereitzustellen. Wenn zusätzliche Hilfe benötigt wird, muss schnell und unbürokratische gehandelt werden, sagt die Ratsfrau und fügt hinzu: "das sollte eine Selbstverständlichkeit sein für eine Stadt, die sehr viel Wert auf ein soziales Miteinander legt."