für ein gerechteres Paderborn

Linkfraktion stellt Anfrage in der Gleichstellungskommission

Prostitution ist oftmals eine geschlechtsspezifische Gewalt, in die sich viele Frauen nur aus einer Notlage heraus begeben. Die Mehrheit der Menschen in der Prostitution sind Frauen aus dem süd-osteuropäischen Raum, die weder Krankenversicherung noch einen festen Wohnsitz haben. Dadurch, dass sie keiner angemeldeten Tätigkeit nachgehen, stehen ihnen keinerlei Einkünfte zur Verfügung.

Vor diesem Hintergrund stellt die Linksfraktion /offene Liste in der kommenden Sitzung der Gleichstellungs-kommission die Anfrage, wie Paderborn mit dem Thema Sexkauf umgeht. "Die Kampagne #Rotlichtaus und ihre Plakatmotive sind provokativ und regen die gesellschaft-liche Debatte gegen Sexkauf an. Wir fragen nach, ob die Stadt sich dieser Kampagne anschließt", sagt Bürgermeisterkandidatin Elke Süsselbeck, die die Fraktion in der Gleichstellungskommission vertritt. Des Weiteren stellen sich auch die Fragen nach Ausstiegsprogrammen, Unterbringungsmöglichkeiten und Notfonds für Prostituierte.

Linksfraktion stellt Anfrage im Sportausschuss

Die Corona Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. Nicht nur Unternehmen, Schulen und Kitas, sondern auch die Sportvereine sind von den Einschränkungen betroffen. Die Linksfraktion will jetzt erfahren wie sich die coronabedingten Maßnahmen auf den Sportbetrieb ausgewirkt haben.

"In Paderborn sind über 50.000 Mitglieder in 140 Sportvereinen organisiert. Viele sportliche Angebote und Veranstaltungen mussten in der Corona Zeit ausfallen. Das hat Auswirkungen auf die Finanzen der Vereine", sagt Egbert Steinhoff, der die Linksfraktion im Sportausschuss vertritt. "Wir wollen wissen, wie sich die Situation jetzt für die Vereine darstellt."

Linksfraktion stellt Anfrage im Jugendhilfeausschuss

Die Schließung von Kitas und Tagespflegestellen während der Corona-Pandemie hat viele Eltern bezüglich der Kinderbetreuung vor große Probleme gestellt. Viele Familien mussten ihren Jahresurlaub ganz oder teilweise für die Betreuung einsetzen. Vor diesem Hintergrund stellt die Linkfraktion / offene Liste eine entsprechende Anfrage im kommenden Jugendhilfeausschuss.
"Seit dem 8. Juni sind die Kitas wieder mit reduziertem Stundenumfang pro Kind geöffnet. Das reicht aber für viele Eltern nicht aus, um den Betreuungsbedarf zu decken", sagt Ratsfrau Roswitha Köllner. "Gleichzeitig sind die Kitas in der Situation gute pädagogische Arbeit leisten zu müssen, trotz des höheren Aufwands für Schutzmaßnahmen und des Wegbrechens von Personal.

Auch kommunal: 100 % sozial ! Mit Geschlossenheit in den Wahlkampf unter Corona-Bedingungen

"Die Kosten der Corona-Krise dürfen nicht auf die Arbeitnehmer*innen, die Sozialleistungsbe-zieher*innen - und damit auf die Armen - und nicht auf die Frauen abgewälzt werden. Die Reichen und Superreichen müssen stärker zur Finanzierung herangezogen werden. Dafür wird eine starke Linke gebraucht", so begründet Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender im Paderborner Stadtrat und seit 2004 zum vierten Mal erneut Spitzenkandidat der Paderborner Linken, die Kandidatur zu den Kommunalwahlen.

„Die Paderborner Kommunalpolitik muss endlich weiblicher werden“, formuliert Elke Süsselbeck, Bürgermeisterkandidatin, ihr Motiv für die Kandidatur auf Platz zwei. Frauen- und Sozialpolitik sind Schwerpunkt ihres politischen Programms. „In Paderborn lebt fast jedes fünfte Kind an der Armutsgrenze. Der Großteil der Alleinerziehenden sind immer noch die Mütter. Dadurch gibt es eine Verbindung von Kinder- und Frauenarmut. Die Benachteiligung von Frauen durch Teilzeitjobs, Armutslöhnen und Kindererziehung setzt sich bis ins hohe Alter fort: die steigende Altersarmut ist überwiegend weiblich."

Die Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf die finanziellen und sozialen Lebensbedingungen großer Teile der Stadtbevölkerung. Vor diesem Hintergrund beantragt die Linksfraktion / offene Liste für den kommenden Sozialausschuss zwei Sachstandsberichte zur gegenwärtigen Situation in Paderborn.

"Zum einen wollen wir wissen, wie es mit den gesetzlichen und strukturellen Hilfsangeboten für Menschen in prekären Lebenssituationen aussieht, um gezielt zu entscheiden, wo evtl. nachgebessert werden muss", sagt Peter Leppin, der die Fraktion im Sozialausschuss vertritt. "Denn Armutsforscher*innen schlagen Alarm und Wohlfahrtsverbände fordern eine Aufstockung
der entsprechenden Leistungen."
Die zweite Anfrage der Linksfraktion nimmt die Situation der gemeinnützigen Vereine in den Blick.

Bürgermeisterkandidatin Elke Süsselbeck kritisiert, dass die Hilfen bei frauendominanten Branchen nicht ankommen.

Die GroKo erhält viel Lob für ihr geplantes 130-Milliarden-Konjunkturpaket. Es ist lobenswert, dass der Bonus für Familien - anders als beim Kindergeld - tatsächlich zu 100 % ausgezahlt und nicht mit Sozialleistungen verrechnet wird. Auch die Senkung der Mehrwertsteuer, wenngleich nur für einen begrenzten Zeitraum, ist ein positives Signal. Man entlastet damit finanziell schwache Familien, die sonst gerne vergessen werden.
"Da hat die Regierung schon mal dazu gelernt, sagt Bürgermeisterkandidatin Elke Süsselbeck. "Ich frage mich allerdings, wo die Umsetzungen für ein geschlechtergerechtes Konjunkturpaket bleiben. Gerade die unterbezahlten Frauenberufe erhielten einen „Applaus“ aus der Politik. Aber die Betroffenen haben früh darauf hingewiesen, dass Applaudieren keine leeren Kassen füllt."