für ein gerechteres Paderborn

Völlig geräuschlos haben in den letzten Wochen CDU und Grüne Verhandlungen über eine kommunale Koalition geführt. Jetzt sind sie auf der Zielgeraden.
„Wer Grün wählt, wird Schwarz bekommen. Das haben wir bereits im Wahlkampf gesagt und geschrieben. Jetzt ist es klar: Es wird keine alternative Stadtpolitik für Paderborn geben. Die Chance auf eine vielfältige und soziale Stadterneuerung wurde von den Grünen vertan,“ sagt Roswitha Köllner, Sprecherin des Stadtverbandes von DIE LINKE.

Rein rechnerisch wäre ein politisches Bündnis gegen die CDU möglich gewesen. Reinhard Borgmeier, Vorsitzender der Linksfraktion, sagt dazu: „Nach 70 Jahren CDU-Vorherrschaft in Paderborn wäre endlich eine Ablösung möglich gewesen. Die Grünen haben die Chance einer bunten Mehrheit im Rat nicht wahrgenommen. Stattdessen ziehen sie Kompromisse mit der marktradikalen CDU-Mittelstandsvereinigung vor. Landauf landab, überall die gleiche Entwicklung – Schwarzgrün. Wir werden uns den Koalitionsvertrag von Schwarz-Grün sehr genau ansehen und eine starke linke und soziale Oppositionsarbeit machen.“

Bürger*innen sollen in Diskussion über Corona-Maßnahmen eingebunden werden

Die Linksfraktion schlägt die Einrichtung eines Corona-Beirats nach Augsburger Vorbild vor. Augsburg hat einen Beirat aus Bürgern und Mitgliedern des Stadtrats und der Stadtverwaltung eingerichtet, der eine Diskussion über die Herausforderung der Corona-Krise zwischen Stadt und den Bürgern ermöglichen soll.

Applaus reicht nicht
DIE LINKE steht an der Seite der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Während des Lockdowns waren es die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes, die die Gesellschaft zusammengehalten haben. Das Pflegepersonal in den Krankenhäusern, das unter erhöhtem Infektionsrisiko die medizinische Versorgung sichergestellt hat. Die Kolleginnen und Kollegen von der Müllabfuhr, die die Straßen sauber gehalten haben. Oder die Beschäftigten in den Kindertagesstätten, die Notfallbetreuungen für diejenigen organisiert haben, die ihre Kinder nirgendwo anders hingeben konnten. Alle konnten sehen, wer in der Krise den Motor wirklich am Laufen hielt. Ihre Bezahlung schreit zum Himmel.
Aus Sicht der LINKEN ist es unerträglich, dass sie alle über Monate als systemrelevant beklatscht wurden und ihre Forderungen jetzt als überzogen verunglimpft werden. Wir sagen: Wer systemrelevant ist, der soll auch anständig bezahlt werden.

Bereits im Juli hatte die Linksfraktion aufgrund von Beschwerden von Bürger*innen über Kampfjetflüge eine Anfrage gestellt. Daraufhin erläuterte der erste Beigeordnete Venherm schriftlich, dass es nach Aussage des Luftfahrtamtes der Bundeswehr keine Zunahme von Flügen gebe. Knapp 2 Monate später und nach Abschluss der Kommunalwahlen, berichtete die Neue Westfälische, dass die Bundeswehr eine Zunahme der Übungsflüge bestätige. Die erneute Anfrage der Linksfraktion dazu im Rat zielt auf die Hintergründe dieser unterschiedlichen Aussage ab.
"Wir wollen auch wissen, welchen Grund es für die Kampfjetflüge über Paderborn gibt und welcher Zusammenhang mit der neuen Nutzung der Senne als Übungsgebiet für eine Quick-Reaktion-Force besteht", erläutert Ratfrau Roswitha Köllner.

Roswitha Köllner, Linksfraktion, bei Corina Schuster, Tagesmutter in Neuenbeken

In Paderborn gibt es für ca. 40% der U3-Kinder einen Betreuungsplatz. Eltern, denen die Gruppen in der Kita für ihr Kind zu groß sind oder die keinen Platz in einer Kita bekommen haben, suchen einen Platz bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater.
Circa 450 Kinder werden in der Stadt Paderborn von ca. 155 Tagesmüttern oder -vätern betreut. Grund genug für Roswitha Köllner, Ratsfrau der Linksfraktion und Mitglied im Jugendhilfeausschuss, mit Corina Schuster über die Arbeit von Tagesmüttern und -vätern zu sprechen.