Wasser das Lebensmittel Nummer 1 - Linke besucht Paderborner Wasserwerk

Angesichts der wiederkehrenden Hitzewellen wird die Bedeutung von Wasser als lebenswichtiges Gut immer deutlicher. Täglich werden im Kreis Paderborn rund 190.000 Menschen mit Wasser durch die Paderborner Wasserwerke versorgt. Wie das funktioniert wollte die Ratsfraktion der Linken im Paderborner Stadtrat vor Ort erfahren, im Wasserwerk am Diebesweg. „Wasser ist das Lebensmittel Nummer 1“, betont Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat der Linken. „Es ist entscheidend, dass wir die Qualität und Verfügbarkeit unseres Trinkwassers sichern, gerade auch vor der Problematik wiederkehrender Hitzewellen.“

„Die Grundwasseranreicherung erfolgt von Oktober bis März, doch in diesem Jahr gab es im März nur wenig Niederschlag“, erläuterte Geschäftsführer Daniel Rohring. Im Versorgungsgebiet der Wasserwerke Paderborn wird Trinkwasser aus mehreren Quellen gewonnen, darunter die Aabachtalsperre. Rohring weist auf eine Besonderheit für den Paderborner Raum hin:

"Wir haben hier artesische Verhältnisse, das bedeutet, dass das Grundwasser in einer unter Druck stehenden Gesteinsschicht eingeschlossen ist und bei Bohrungen von selbst an die Oberfläche strömt. Das Wasser wird aus einer Tiefe von 450 Metern gefördert. Die Wasserqualität ist sehr hoch, sodass das Wasser direkt gefördert und in die Leitungen eingespeist werden kann. Allerdings enthält das Wasser auch sehr viel Kalk.“ Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt bei 125 Litern pro Tag pro Einwohner, wobei 38 Liter allein für Baden und Duschen verwendet werden.

Ein sicheres Versorgungssystem ist unerlässlich. Das Prozessleitsystem für das Wasser ist von der Verwaltung getrennt, und es gibt einen Notfallplan, der sicherstellt, dass Paderborn im Falle eines Stromausfalls 72 Stunden mit Wasser versorgt werden kann. Eine Netzersatzanlage produziert im Notfall den benötigten Strom. Täglich werden 53.000Kubikmeter Wasser gefördert, wobei die Menge im Winter geringer ist.

Rohring wies auf steigende Personal- und hohe Investitionskosten hin, die zu Preissteigerungen führten. „Als Linke schauen wir immer sehr genau auf den Wasserpreis. Das ist ein Grundnahrungsmittel. Jede Preiserhöhung trifft besonders die wirtschaftlich schwächeren Haushalte, deshalb sehen wir das sehr kritisch“, begründete Reinhard Borgmeier die stets ablehnende Haltung der Linken.