Linke besucht das Theater: “Man muss Flagge zeigen!”
Im Rahmen ihres Formates „Fraktion vor Ort“ besuchte die Linksfraktion das Paderborner Theater und sprach mit der Intendantin Katharina Kreuzhage und dem Verwaltungsleiter Dr. Daniel Thierjung. Der Fraktionsvorsitzende Reinhard Borgmeier thematisierte den städtischen Haushalt und die Angriffe von rechts auf das Theater und forderte: „Man muss Flagge zeigen!“
Pro Spielzeit bietet das Theater über 200 Veranstaltungen. Die Abo-Zahlen sind stabil, teils werden sogar neue Abos abgeschlossen – als Zeichen gegen rechte Angriffe. Der Spielbetrieb umfasst auch das Jugendtheater JOTT. Zusätzlich gibt es u.a. Formate wie DemokratieKultur – die Beschäftigung mit gesellschaftspolitischen Themen – und „Kammerflimmern“ in Kooperation mit dem Polux. Außerdem Angebote wie das Unternehmerfrühstück oder das „Dinner for all“ zur Begegnung.
„Wichtig ist vor allem auch die Frage: Was bedeutet das Theater für die Stadt? Das Theater wertet den Standort auf – und es braucht das Bewusstsein in der Bevölkerung, dass 'dieses Theater unser Theater ist' und erhalten bleiben soll“, sagt die Co-Fraktionsvorsitzende Eva Dreier.
Die Theaterarbeit ist auf niedrigem Niveau auskömmlich finanziert; eine Freilichtveranstaltung fällt weg, der Wirtschaftsplan sieht eine Einfrierung auf Sachebene vor, Personalkosten werden dabei nicht eingefroren. Borgmeier stellt klar: „Die Förderung des Theaters ist eine freiwillige Leistung.“ Der für 2027/28 beschlossene Doppelhaushalt berge die Gefahr, dass über den Haushalt 2028 nicht mehr diskutiert werde. Das schaffte dann erhöhte Risiken.
Zur Finanzierung betont die Linksfraktion: Nicht kürzen, sondern Einnahmen stärken. Borgmeier: „Sowohl der Erhöhung von Parkgebühren sowie unserem Vorschlag, die Gewerbesteuer moderat zu erhöhen, ist nur teilweise bzw. nicht zugestimmt worden.“ Co-Fraktionsvorsitzende Eva Dreier kritisierte: „In Paderborn treffen Einschränkungen vor allem diejenigen, deren wirtschaftliche Lage ohnehin schwächer ist.“

