Linke zu Gast im Kunstverein Paderborn

Der Kunstverein Paderborn bereichert die Stadt jährlich mit vier freien Ausstellungen und dem Paderborner Kunstpreis. Dieser wird alle zwei Jahre zusammen mit der hiesigen Sparkassevergeben und ehrt Künstler:innen, die Paderborn überregional bekannt gemacht haben. In den übrigen Jahren fördert der Verein zusammen mit der Universität Paderborn Studierende des Fachbereichs Kunst und Textil. 

Jetzt traf sich die Linke in den Räumen des Kunstvereins mit der Vereinsvorsitzenden Dr. Alexandra Sucrow. Nach der Besichtigung der aktuellen Ausstellung fragte Ratsfrau Eva Dreier: „Wie finanziert sich der Verein?“ Dr. Sucrow erklärte, neben rund 260 Mitgliedsbeiträgen gebe es nach den Kulturförderrichtlinien auf Antrag einen städtischen Zuschuss, damit der Verein zeitgenössische Kunst zeige und pflege. Die Ausstellungen seien kostenfrei zugänglich und Kunstklassen würden regelmäßig in Führungen einbezogen. Nach Angaben von Vereinsmitglied Wilfried Peterwerth engagieren sich etwa 30 Personen besonders intensiv; sämtliche Mitarbeitenden wirken ehrenamtlich. 

Über die regulären Ausstellungen hinaus bietet der Kunstverein weitere Formate zur Vermittlung und Begegnung: den „Kunstgenuss“ als lockere Austauschplattform, ein regelmäßig stattfindendes Kulturquiz und die Möglichkeit, Vereinsräume für private Veranstaltungen zu nutzen. 

„Solche Angebote stärken die kulturelle Teilhabe in Paderborn“, betont Dreier und fragt nach, wie Politik unterstützen kann. Dr. Sucrow verweist auf die öffentliche Wahrnehmung und Vernetzung: „Wenn wir Kultur haben wollen, ist es wichtig, wahrgenommen zu werden. Man bekommt hier viel für wenig Geld. Alle arbeiten hier ehrenamtlich und mit geringen finanziellen Mitteln. Es lohnt sich daher nicht, über den Etat zu diskutieren.“ Sie wünscht sich außerdem Multiplikator:innen und enge Vernetzung mit politischen Akteur:innen. Dreier bedankte sich und fügte hinzu: „Die Arbeit des Kunstvereins wird von der Linken sehr geschätzt und weiterhin aufmerksam verfolgt.“