Konflikt um das City-Management Kritik lenkt vom eigenen Versagen ab
Eigentlich sollten mittlerweile alle begriffen haben, was weitgehend Konsens ist: Der Klimawandel ist deutlich spürbar und wenn jetzt nicht wirklich Maßnahmen ergriffen werden, kann es zu spät sein. Dazu gehört eben auch eine Verkehrswende, die neben dem Ausbau öffentlicher Verkehrsträger und dem Radverkehr auch die Reduzierung – aus vielfältigen Gründen - des individuellen Personennahverkehrs bedeutet. Das IMOK trägt all dem Rechnung.
Das scheint die Interessengemeinschaft Innenstadt vollständig anders zu sehen. Seit Jahren lautet da das Credo: Die Innenstadt muss mit dem Auto gut erreichbar sein, ausreichende Parkplätze, möglichst nah an den Geschäften, und niedrige Parkgebühren. Selbst das Fahrradweg-Pilotprojekt an der Detmolder Straße wird heftig kritisiert.
„Die Forderungen der Interessengemeinschaft sind in Paderborn seit Jahren erfüllt und trotzdem sind die Probleme in der City nicht gelöst. Erwähnt sei nur die hohen Mieten, die City-Logistik und die signifikant niedrigere Kaufkraft in Paderborn. Seit Jahren warten wir auf die Vorschläge der Interessengemeinschaft zur Verkehrswende. Wer nur den Status Quo erhalten will verliert an Glaubwürdigkeit“, kritisiert Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linken im Rat, „jetzt auf den City-Manager einzuprügeln lenkt nur vom eigenen Versagen ab. Sehr bedauerlich“.

