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Baumrodung ist vorerst gestoppt (Foto: Die Linke)

Hesse-Wäldchen: OVG sichert zunächst Baumbestand und damit Klimaschutz

Nach der OVG-Entscheidung fallen die politischen Reaktionen reflexartig aus. Immer wieder wird behauptet, der Einsatz für das Hesse-Wäldchen verhindere die Erweiterungspläne des Unternehmens und gefährde damit Arbeitsplätze. 

„Ich kenne niemand, der die Expansionspläne von Hesse-Mechatronics nicht begrüßt hätte, aber viele, die nicht nachvollziehen können, das ausgerechnet für den Bau eines Parkhauses ein Wald gerodet werden soll, obwohl es nur 70 Meter weiter einen Alternativstandort gibt“, stellt Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linken im Stadtrat, klar.

„Es ist doch ausschließlich der Kompromisslosigkeit des Unternehmers geschuldet, dass der Konflikt so hochkocht. Es wird überhaupt nicht mehr begründet, warum dieser Standort nun von so zentraler Bedeutung sein soll. Ohne weitere Folgeabschätzungen klatschen die Akteure aus dem konservativen und wirtschaftsliberalen Umfeld bedenkenlos Beifall. Man scheint völlig blind vor den Klimafolgen geworden zu sein. Das macht mich fassungslos“, so Borgmeier.

Für das abgeholzte Wäldchen wird kein einziger neuer Baum gepflanzt. Das Unternehmen kauft der Stadt das Recht ab, mit einer, seit 2012 aufgeforsteten Fläche südlich des George-Marschall-Rings auszugleichen. Die Öffentlichkeit wird buchstäblich hinter die Fichte geführt.

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