Baumfällungen am Padersteinweg: Die Linke kritisiert Vorgehensweise

Aktuelle MeldungPresse

In der zweiten Februarwoche erfolgten Baumfällungen am Padersteinweg, die in Zusammenhang mit der geplanten Verbreitung des Padersteinwegs vom Fürstenweg bis zum Padersee von 2,50 auf 4,00 Meter stehen.

Zu diesem Thema stellt die Linke eine Anfrage im kommenden Bauausschuss am 2. März. Der Beschluss für die Verbreiterung des Padersteinwegs wurde im April 2021 gefasst. Seinerzeit hieß es noch auf Nachfrage, "dass eine Baumfällung nicht beabsichtigt sei. Dort wo es zu Engstellen komme, solle der Weg entweder verschwenkt oder schmaler ausgeführt werden." (vgl. Öffentliche Niederschrift über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Konversion am Donnerstag, 22.04.2021) "Wie konnte es jetzt zu diesen Baumfällungen kommen?", will Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linken wissen. Damit steht die Frage nach der Ausführungs-planung und deren Vorstellung im Raum.

Die Linke möchte auch erfahren, warum die Baumfällungen auf der - stadteinwärts gesehenen - linken Seite, somit auf der Seite des Grabens erfolgten, und wie die Verwaltung diesen Eingriff in die Paderaue rechtfertigen würde, so Borgmeier. Denn der Entwässerungsgraben habe sich mittler-weile zu einem eigenen Biotop entwickelt.

Desweiteren solle geklärt werden, welche baulichen Maßnahmen jetzt geplant seien, um die Stabilität des Weges zu gewährleisten, wenn der neue Radweg auf das Niveau des vorhandenen Wege aufgeschüttet werden muss.

Nicht zuletzt fragt sich die Linksfraktion, warum hier die im September 2022 verabschiedete Baum-schutzsatzung nicht greift, und wieso es keine Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der anerkannten Naturschutzverbände gab.

"Der Padersteinweg verläuft durch die Paderaue und damit durch ein schützenswertes Biotop innerhalb der Stadt Paderborn", sagt Borgmeier und kritisiert: "Hier hätten wir eine detaillierte Vorstellung erwartet, wie die Verbreiterung des Weges konkret umgesetzt werden soll. Dass die Ausführungsplanung für ein so sensibles Gebiet nicht ausreichend im Vorfeld kommuniziert wurde ist skandalös."