E-Busse: Linke informieren sich über Pläne des PaderSprinter
Andreas Frank und Stefan Dietz (v.l.) sprachen mit Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linken (5.v.r), und seinen Fraktionskollegen. (Foto: Die Linke)
Die E-Mobilität ist ein aktuelles Thema, das viele Fragen aufwirft. Beim PaderSprinter werden jetzt die Vorbereitungen für die Umstellung auf Elektrobusse getroffen. Vor diesem Hintergrund besuchte die Linksfraktion das Paderborner Unternehmen, um sich genauer darüber zu informieren.
Geschäftsführer Peter Bronnenberg stellte mit seinen Kollegen Andreas Frank und Stefan Dietz die Pläne des PaderSprinter vor. Einen ersten Elektrobus erhält das Unternehmen noch Ende 2021. Die Umstellung bedeutet auch, dass der Betriebshof erweitert und auf die größere Anzahl von E-Bussen umgestellt werden muss. Die Batterieinfrastruktur dafür soll aufs Dach des Betriebshofs kommen. Es ist geplant, diese Maßnahme 2022 abzuschließen, wenn der Aufsichtsrat dem zustimmt.
„Kann die komplette Infrastruktur im Betriebshof angesiedelt werden? Oder muss es darüber hinaus noch Schnellladepunkte geben?“, wollte Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linken, wissen. Bronnenberg spricht sich für eine Reichweitenlösung aus, d.h. „die komplette Infrastruktur soll auf dem Betriebshof bleiben.“ Bei einer geplanten Taktverdichtung würden sich weitere Schnellladepunkte sehr negativ auf die Einhaltung der Fahrzeiten auswirken, gab der Geschäftsführer zu bedenken.
Gerd Todt, für die Linke im Ausschuss für Klima Umwelt und Mobilität, fragte nach speziel-len Quartiersbussen: „Könnten evtl. kleinere E-Busse zum Einsatz kommen, die dann nur kürzere Strecken fahren, beispielsweise im neuen Quartier Springbachhöfe?“ Das verneinte Bronnenberg und wies darauf hin, dass der Padersprinter vorerst den Einsatz von großen E-Bussen als Ziel anstrebe.
Auch beim Thema Wasserstoffantrieb zeigt sich der PaderSprinter auf der Höhe der Zeit: Bundesweit werden 3 Busse mit Range-Extender (REX) geliefert, um den Antrieb mit Wasserstoff zu testen. Neben Hamburg und Stuttgart erhält Paderborn einen dieser Busse. Er wird voraus-sichtlich Ende 2022 / Anfang 2023 geliefert. „Wir wollen Erfahrungen sammeln bei jedem Kilo-meter auf der Straße“, betont Bronnenberg. Wenn die Erprobung von Wasserstoffbussen gut läuft, könne er sich auch vorstellen, dass der PaderSprinter selbst Wasserstoff herstellt.
„Die Linke wird die Entwicklungen beim PaderSprinter weiter mit Interesse verfolgen und unterstützen“, betonte Reinhard Borgmeier und dankte dem PaderSprinter-Team für das informative Gespräch.

