für ein gerechteres Paderborn

Der Padersprinter hat die Kosten für die Einführung eines Null-Tarif-ÖPNV ausgerechnet und Anfangsinvestitionen von 22 Mill. Euro und laufende Kosten von 29 Mill. Euro jährlich errechnet. Als Bewertung dieser Berechnungen wird Geschäftsführer Peter Bronnenberg mit den Worten zitiert: „Das ist so nicht umsetzbar." Am stärksten dürften die Einnahmeverluste in Höhe von rund 17 Mio. € jährlich zu Buche schlagen. Ob die wegfallenden Kosten für Fahrscheinkontrollen und Ticketautomaten berücksichtigt wurden, ist den Berechnungen nicht zu entnehmen. So oder so, die Finanzierung des ÖPNV geht nicht ohne öffentliche Finanzierung. In Paderborn erfolgt die Defizitabdeckung in Millionenhöhe über die PKB.

„Zweifelsohne erfordert ein Null-Tarif-ÖPNV eine Anschubfinanzierung, die nur durch Sondermittel von Bund und Land aufgebracht werden können. Langfristig soll jedoch der Null-Tarif-ÖPNV den umweltschädlichen automobilen Individualverkehr verringern. Daher ist es wichtig, die städtischen Investitionen und Unterhaltungskosten zur Aufrechterhaltung der automobilen Infrastruktur und anderer Verkehrsmittel im Vergleich zu betrachten. Erst dann wird auch das finanzielle Potential einer verkehrspolitischen Umsteuerung sichtbar“, kontert Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion/offene Liste im Paderborner Stadtrat, die sehr schnelle Abwehrreaktion des Padersprinter.

Im November dieses Jahres wurde das 1. ÖPNV-Konzept für die Stadt Paderborn vom Rat beschlossen. Daran anknüpfend beantragt die Linksfraktion / Offene Liste in der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses ein Konzept für die Einrichtung eines „City-Shuttles“ zu prüfen. „Gemeinsam mit dem Padersprinter könnte die Stadt einen entsprechenden Vorschlag erarbeiten“, sagt Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion / Offene Liste.

Günter Neumann

Am Mittwoch wurde im Bezirksausschuss Schloß Neuhaus / Sande das neue Nahverkehrskonzept des NPH (Nahverkehrsverbund Paderbon Höxter) für das Stadtgebiet Paderborn vorgestellt.
Wer sich dabei einige Verbesserungen für Sande erhoffte, wurde schnell eines Besseren belehrt.
"Die Möglichkeit von Sande aus den Haltepunkt der Sennebahn anzubinden, wurde leider nicht umgesetzt", so Günter Neumann, der die Linksfraktion /Offene Liste im Bezirksausschuss vertritt. "Damit hätte man zusätzlich zur Anbindung des Industriegebiets Sennelager-Mitte auch eine Verbindung für Bahnreisende Richtung Norden schaffen können." Auf diese Möglichkeit hatte die Linksfraktion /Offene Liste den Bezirksausschuss bereits im Februar 2016 (!) hingewiesen. Jetzt ist weiterhin die Autofahrt zum Bahnhof Hövelhöf die bessere Variante. Hier gibt es auch einen 30 Minuten Takt der Bahn.

Machten sich ein Bild vor Ort (v.l.n.r.): Reinhard Borgmeier, Arndt Heuvel, Günter Neumann, Margit Hoischen (Stadt), Eckhard Döring (Stadt), Peter Leppin, Roswitha Köllner, Heidi Buhr, Beate Bliedung, Fritz Buhr und Rainer Lummer

Pläne sind das eine, die konkrete Besichtigung vor Ort das andere. Die Ratsfraktion der DIP ließ sich von Experten aus der Verwaltung den aktuellen Planungsstand zur Verlegung der Zentralen Omnibus-Haltestelle (ZOH) erläutern.