Hesse-Wäldchen: Bürgermeister Dreier will sein Amtsende mit Waldfrevel krönen
Jetzt sollen kurz nach den Wahlen Fakten geschaffen werden. In der kommenden Woche soll zunächst der Bezirksausschuss Schloss Neuhaus, dann der Bauausschuss und Ende September der Rat das Ende des Hesse-Wäldchens beschließen.
„Das hätte auch noch Zeit für den neuen Rat gehabt, der muss schließlich mit den Folgen leben,“ kritisiert Reinhard Borgmeier, Bürgermeisterkandidat und Fraktionsvorsitzender der Linken, „warum will sich Michael Dreier unbedingt mit dieser katastrophalen Fehlentscheidung in den Ruhestand verabschieden?“
Bekanntlich will die Firma Hesse-Mechatronics für den Bau eines Parkhauses einen Wald roden, obwohl es nur 70 Meter weiter einen Alternativstandort gibt.
„Für das abgeholzte Wäldchen wird kein einziger neuer Baum gepflanzt. Das Unternehmen kauft der Stadt das Recht ab, mit einer, seit 2012 aufgeforsteten Fläche südlich des George-Marschall-Rings auszugleichen. Die Öffentlichkeit wird buchstäblich hinter die Fichte geführt und eine Mehrheit im Rat macht da mit. Leider auch der scheidende Bürgermeister“, so Borgmeier, „vielleicht hat man vor neuen Mehrheiten Angst“.
Die Auseinandersetzung um das Hesse-Wäldchen ist damit noch lange nicht zu Ende. Die Umweltverbände haben Klagen gegen die Planung angekündigt.

