Kaufhof – Schließung mit Ansage?

„Nicht nur ein schwarzer Tag für die Paderborner Innenstadt, sondern auch für die rund 50 Beschäftigten“, kommentiert Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linken im Paderborner Stadtrat, die Schließung von Kaufhof zum 30.06. dieses Jahres, „wieder einmal müssen die Beschäftigten die Zeche für jahrelange Managementfehler zahlen.“

Zwar lasse die Arbeitsmarktsituation berechtigte Hoffnung auf neue Jobs zu, aber vermutlich zu deutlich schlechteren Bedingungen.

„Langjährig Beschäftigte haben in der Regel die höchsten Entgelt- und Altersstufen erreicht und haben einen deutlich besseren Kündigungsschutz. Kaufhof ist das letzte Einzelhandelsunternehmen mit Tarifbindung in der Innenstadt“, befürchtet Borgmeier künftig Einkommenseinbußen.

Schon vor drei Jahren kam es zu Personalabbau und Einkommensverzichten. „Das konnte man auf der Fläche beobachten, einfach zu wenige Leute auf den Etagen. Erneut zeigt sich: Verzicht lohnt sich nicht“, so Borgmeier.

Die Ratsfraktion hofft nun auf schnelle Nachfolgelösungen. Außerdem stellen sich für die Fraktion einige Fragen. Wann ist die Entscheidung zur Schließung getroffen worden? Warum geht es jetzt so schnell? In Bielefeld wird erst im nächsten Jahr geschlossen.

Diese und weiteren Fragen werden von der Fraktion auch im kommenden Rat gestellt.