Hesse-Wäldchen - Verwaltung bleibt bei Waldrodung für Parkhaus

Nachdem die Verwaltung im März noch auf eine Anfrage der Linken Ratsfraktion Alternativen angekündigt hat, ist das jetzt vorgelegte Ergebnis mehr als enttäuschend.

„Rund 400 Seiten Verwaltungsvorlagen und das Resultat ist immer das gleiche: Waldrodung für ein Parkhaus sei die beste Lösung“, kritisiert Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linken im Paderborner Stadtrat und Bürgermeisterkandidat, die Verwaltungsvorlage, „die Fläche südlich der Hedwig-Dransfeld-Straße sei zwar geeignet, verursache aber höhere Investitionskosten. Das ist schon erstaunlich, was die Verwaltung da alles untersucht hat.“

Die Linke ist der Auffassung, dass in Zeiten des Klimawandels keine Waldflächen, vor allem nicht für Parkhäuser, gerodet werden dürfen. Für die geforderten Stellplätze bei Betriebserweiterungen gibt es offensichtlich Alternativen.

„Natürlich freuen wir uns, wenn Betriebe sich erweitern wollen. Hier will aber jemand mit dem Kopf durch die Wand. Es darf nicht vergessen werden: Für das Parkhaus wird eine städtische Fläche benötigt. Von einem Verkaufszwang habe ich noch nichts gehört. Wenn ernsthaft eine Parkfläche auf dem Dach des Betriebsgebäudes geprüft wurde, frage ich mich, warum nicht eine Tiefgarage unter dem Neubau ins Spiel gebracht wurde. Auch sollte jetzt Einfluss auf die Stadiongesellschaft des SCP genommen werden. Der Verein muss ein Interesse an einem guten Miteinander haben. Es kann doch nicht sein, dass wir in dem Plangebiet tausende von Parkplätzen vorhalten, die nur zu ganz bestimmten Zeiten gebraucht werden, und keine gemeinsamen Lösungen gesucht werden,“ so Borgmeier.