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Tarife des Padersprinter werden bemängelt. (Foto: Linksfraktion)

Linke kritisieren Tarife beim Padersprinter

In der vergangenen Woche hat der Padersprinter hat ein neues Tarifsystem vorgestellt.Gerhard Todt vertritt als sachkundiger Bürger die Linke im Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobiltät und kritisiert die neuen Vorschläge scharf.

Die vorliegenden neuen Tarife basieren vorwiegend auf dem Abschluss von Abonnements. Die Gruppe der 16 - 29jährigen ist klimasensibel und am ehesten bereit auf die Autonutzung zu verzichten, wenn es ein entsprechendes Alternativangebot gibt. Das ist aber genau die Generation, die sich nicht mit langfristigen Bindungen anfreunden kann: die meisten Verträge - z.B. Handytarife, Versicherungen und Energieversorgung - sind heute kurzfristig kündbar. „Vor diesem Hintergrund erreicht eine starre Abo-Regelung diese Zielgruppe nicht und damit läuft auch das Abo-Partneran-gebot des Padersprinters ins Leere“, sagt Todt.

Der Einzel-Ticketkauf beim Busfahrer ist 50% teurer als am Automaten. Der Padersprinter begründet das damit, dass es durch den Verkauf im Bus zu Verzögerungen bei der ohnehin engen Taktstruktur kommt. Die Argumente für eine Verteuerung des Ticketkaufs beim Fahrer seien zwar nachvollziehbar, räumt Todt ein, sie gingen aber an der Realität vorbei. So seien es vorwiegend ältere Menschen oder auch „Gelegenheitsfahrer*innen“, die beim Fahrer um Auskunft bitten müssten. „Somit bedeutet der teurere Ticketkauf beim Fahrer eine Benachteiligung dieser Personengruppe. Das ist so nicht hinnehmbar“, kritisiert der sachkundige Bürger und fügt hinzu: „Die Forderung der Grünen, dann die Anzahl der Verkaufsautomaten zu erhöhen, bietet hier keine wirkliche Lösung.“

Todt fordert auch über die Linienführung nachzudenken: „Als Beispiel nenne ich hier die Linie 3, die u.a. das Balhorner Feld bedient. Der Radius der Strecke ist sehr groß, damit dauert die Fahrt für viele Gäste viel zu lange. Ich denke hier vor allem an die Logistiker, die hier im Industriegebiet arbeiten und keine hohen Einkommen haben“, so Todt.

Laut "Parkopedia" kosten 2 Stunden Parken im Parkhaus Neuhäuser Tor 2,40 €, die Einzelfahrt mit dem Bus heute 2,20, zukünftig 2 €. „Paderborn investiert viel in die Digitalisierung der Parkflächen. Daher ließe sich auch eine Erhöhung der Parkgebühren zur Querfinanzierung des ÖPNV rechtfertigen“, meint der sachkundige Bürger.

„Wir brauchen dringend eine Verkehrswende, weniger Individualverkehr und eine bessere Nutzung des ÖPNV. Die Linke hat mehrfach einen kostenlosen ÖPNV für alle gefordert. Das ist schrittweise innerhalb von 5 Jahren umsetzbar und lässt sich durch die Umverlagerung der verkehrs-politischen Prioritäten sowie durch den Abbau von klimaschädlichen Subventionen erreichen. Es muss "nur" politisch gewollt werden“, resümiert Todt.

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