für ein gerechteres Paderborn

Bürgermeisterkandidatin Elke Süsselbeck kritisiert, dass die Hilfen bei frauendominanten Branchen nicht ankommen.

Die GroKo erhält viel Lob für ihr geplantes 130-Milliarden-Konjunkturpaket. Es ist lobenswert, dass der Bonus für Familien - anders als beim Kindergeld - tatsächlich zu 100 % ausgezahlt und nicht mit Sozialleistungen verrechnet wird. Auch die Senkung der Mehrwertsteuer, wenngleich nur für einen begrenzten Zeitraum, ist ein positives Signal. Man entlastet damit finanziell schwache Familien, die sonst gerne vergessen werden.
"Da hat die Regierung schon mal dazu gelernt, sagt Bürgermeisterkandidatin Elke Süsselbeck. "Ich frage mich allerdings, wo die Umsetzungen für ein geschlechtergerechtes Konjunkturpaket bleiben. Gerade die unterbezahlten Frauenberufe erhielten einen „Applaus“ aus der Politik. Aber die Betroffenen haben früh darauf hingewiesen, dass Applaudieren keine leeren Kassen füllt."

Die queere Jugendgruppe OHANA öffnet - unter Beachtung der coronabedingten Hygieneregeln - wieder ihr Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahre. Jetzt besuchte die Linksfraktion / offene Liste zusammen mit der Bürger-meisterkandidatin Elke Süsselbeck die Gruppe und sprach mit der Dipl.-Sozial-arbeiterin Viola Hellmuth und einigen ehrenamtlichen Leiter*innen.
Die Fraktion überreichte einen Wassersprudler; ein Geschenk, das sehr gut ankam, da die finanziellen Mittel der OHANA sehr begrenzt sind. Die wenigen Finanzmittel waren dann auch Hauptthema beim anschließenden Gespräch mit den Organisatori*innen der Gruppe.

Pläne dafür müssen schnell Gestalt annehmen

In der Corona-Pandemie ging es vorrangig um die Gesundheit der Bevölkerung. Mit den zunehmenden Lockerungen kommt jetzt die Kultur wieder ins Spiel. Auch die Paderborner Kulturszene ist jetzt aktiv geworden und macht mit ihrer Resolution Vorschläge für einen Kultursommer 2020.

"Wir begrüßen ausdrücklich das Engagement der Kulturschaffenden unter diesen ungewöhnlichen Umständen ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen", sagt Bürgermeisterkandidatin Elke Süsselbeck. "Gerade auch die Bildung einer ``Task Force Kultur`` ist jetzt der richtige Weg zur Realisierung der Ideen."

Die Linksfraktion / offene Liste beantragt für den kommenden Bauausschuss am 27. Mai, die Einrichtung eines Kreisverkehrs am Kaukenberg zu prüfen.
Das Wohngebiet Kaukenberg und das Neubaugebiet Springbach Höfe sind nur über die Driburger Straße zu erreichen. Es gibt zwei Kreuzungsbereiche: Kaukenberg, Driburger Straße und Bergmann-Michel-Weg als untere Ein-, Ausfahrt Minzeweg, Driburger Straße und Bergmann-Michel-Weg als oberer Zugang. "Zu Stoßzeiten ist das Einfahren zu beiden Gebieten mit hohen Wartezeiten verbunden, weil es keinen geregelten Zufluss auf die Driburger Straße gibt. Die Brisanz der Verkehrssituation wird auch durch die aktuelle Installation einer Fußgängerampel deutlich“, betont Ratsherr Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Bauauschuss.

Die Stadt soll sich beim Jobcenter dafür einsetzen.
Die Linksfraktion / offene Liste fordert die Stadt dazu auf, sich beim Jobcenter des Kreises dafür einzusetzen, dass die coronabedingten Mehrbelastungen für Empfänger*innen von Sozialleistungen ausgeglichen werden. Einen entsprechenden Antrag stellt die Fraktion in der kommenden Ratssitzung.
Die Corona-Pandemie bereite Bezieher*innen von Sozialleistungen große Probleme. Sie träfe Menschen, die Leistungen wegen Erwebsminderung erhalten ebenso wie ältere Bedürftige, die Grundsicherung im Alter beziehen.

Paderborn soll sich beim Land NRW für das PadAlz einsetzen.

Die Linksfraktion / offene Liste fordert die Stadt dazu auf, sich beim Land NRW für den Erhalt des Paderborner Arbeitslosenzentrums PadAlz stark zu machen. Arbeitsminister Laumann plant, eine Spezialisierung bei den Beratungsstellen für Erwerbslose; gleichzeitig sollen die Landesmittel für die Arbeitslosenzentren gestrichen werden. Davon wäre dann auch das PadAlz betroffen.

Gesellschaftliche Lockerungen sollen auch für Gremien des Rates gelten.

Bedingt durch den Corona Shutdown tagt in Paderborn zurzeit nur ein sogenannter „Notrat“ mit 22 statt 64 Mitgliedern. Ausschuss-Sitzungen finden bis auf weiteres gar nicht statt. „Dies ist ein Zustand, der so nicht länger aufrechterhalten werden kann“, sagt Ratsherr Reinhard Borgmeier und fügt hinzu: „Der Notrat ist keine dauerhafte Alternative zu den Ausschuss-Sitzungen. Die Fachdiskussion kommt dabei ohne Zweifel zu kurz.“
Aus diesem Grund beantragt die Linksfraktion, dass folgende Gremientreffen wieder stattfinden sollen: Bauausschuss, Jugendhilfeausschuss, Schulausschuss, Sozialausschuss und Kulturausschuss.

In Corana-Zeiten keine fairen Bedingungen im demokratischen Wettbewerb möglich

„Wir fordern die Verschiebung der Kommunalwahlen bis zum Beginn des Jahres 2021. Für Menschen, die zur Risikogruppe gehören, kann die Auslebung ihres aktiven und passiven Wahlrechts nur unter erschwerten Bedingungen oder auch gar nicht stattfinden.“, sagt Roswitha Köllner, Sprecherin des Paderborner Stadtverbandes der LINKEN. „Das trifft sowohl auf die für die Meinungsbildung wichtigen Veranstaltungen als auch für den Wahltag selber zu.“

„Schulen öffnen langsam wieder. Die Geschäfte in der Innenstadt sind wieder begehbar. Die Gastronomie fordert behutsame Öffnung. Die Kommunalpolitik weiter im Shutdown? Das kann nicht sein. Jetzt müssen auch die kommunalen Gremien ihre Arbeit wieder aufnehmen“, fordert Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Paderborner Stadtrat, „selbstverständlich unter Beachtung der erforderlichen Abstands- und Hygieneregelungen“.
Der Bürgermeister wird aufgefordert, eine entsprechende Initiative zu starten und die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.
„Sicher muss nicht jede Sitzung stattfinden, aber da wo es auch um Investitionen geht, wie z.B. im Bauausschuss, muss weiter beraten und entschieden werden. Geeignete Räumlichkeiten lassen sich in der Stadt genügend finden. Die Kommunalpolitik ist auch systemrelevant. Auch in Corona-Zeiten darf kommunale Demokratie nicht auf den Bürgermeister reduziert werden“, so Borgmeier abschließend.

Mehrbedarfe durch die Corona-Krise müssen ausgeglichen werden.
Stadt soll ihren Einfluss auf Jobcenter geltend machen.

Die Corona-Krise trifft in besonderem Maße Menschen in prekären Lebenssituationen, da auch stabilisierende Versorgungseinrichtungen ausfallen. Familien, deren Kinder in Ganztagsbetreuungen verpflegt wurden, müssen nun selbst dafür aufkommen. Die zusätzlichen Hilfen der Paderborner Tafel sind nicht oder nur begrenzt verfügbar. Der zusätzliche Bedarf an Gesundheitsvorsorge (Masken, Desinfektionsmittel, Seifen, Handschuhe etc.) ist im Regelbedarf nicht vorgesehen.

„Das Bundesamt für Katastrophenschutz hat die Empfehlung herausgegeben, einen Vorrat an Lebensmitteln für 10 Tage anzulegen. Mit dem normalen Regelsatz von ALG-2 und Sozialhilfe ist das allerdings nicht zu bewerkstelligen“, sagt Ratsherr Reinhard Borgmeier von der Linksfraktion.