DIE LINKE verurteilt das Auftreten der Arbeitgeber. Wir weisen darauf hin, dass es gewählte Politikerinnen und Politiker sind, die sich hier in der Arbeitgeberrolle befinden. Sie fordern „Augenmaß“ und die Bereitschaft zum Verzicht, weil aus ihrer Sicht „die Folgen der Pandemie von der gesamten Gesellschaft getragen werden“ müssten. Wir sagen: Wer von den Beschäftigten Verzicht fordert, der sollte erklären, warum noch immer keine Vermögensabgabe und keine Vermögenssteuer eingeführt wurde. Auch Reiche und Superreiche gehören zur Gesellschaft und sollten zur Finanzierung der Krisenkosten herangezogen werden.

Wir wissen: 1 Prozent der Bevölkerung besitzt ein Drittel des gesamten Vermögens in der Republik. Die können ihr Geld gar nicht selber ausgeben. In der Krise wächst ihr Reichtum sogar noch. Wer da nicht ran will, will die Krisenlasten auf breite Teile der Bevölkerung abwälzen.

Wir erwarten auch von Euren Dienstherrn, dem Landrat und dem Bürgermeister, dass sie eure Forderungen unterstützen. Auch sie haben geklatscht.

Aus Sicht der LINKEN ist der Kampf der Kolleginnen und Kollegen im Öffentlichen Dienst mehr als eine Tarifrunde. Es ist der Auftakt zu den Verteilungsauseinandersetzungen um die Krisenkosten. Es ist darum eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung um Verteilungsgerechtigkeit und um die Frage, was uns öffentliche Daseinsvorsoge, was uns die Betreuung unserer Kinder, die Pflege in Altenheimen und Krankenhäusern oder die öffentliche Müllabfuhr wert sind. Die Kolleginnen und Kollegen haben in dieser Auseinandersetzung DIE LINKE an ihrer Seite. Glück auf!