„Bereits vor 4 Jahren habe ich im Jugendhilfeausschuss an einem konkreten Fall deutlich gemacht, dass flexible Arbeitszeiten dazu führen, dass vor allem Alleinstehende die Betreuung eines Kindes nicht über die KiTa-Öffnungszeiten abdecken können. Sie sind dazu gezwungen, eine kombinierte Betreuung aus KiTa oder OGS und Kindertagespflege in Anspruch zu nehmen. Dafür musste bislang in der Stadt Paderborn auch doppelt bezahlt werden. Und das trifft vor allem Alleinerziehende.“
Anders ist die Situation im Kreis Paderborn. Hier muss bei der Kombi-Betreuung nur ein Beitrag bezahlt werden.

„In Zeiten, wo andere Bundesländer über die kostenlose KiTa-Betreuung nachdenken, soll in Paderborn doppelt bezahlt werden?“, fragt Köllner. Hier musste die Verwaltung in dem neuen Satzungsvorschlag dem Druck nachgeben. Rückwirkend ab 01.08.2018 soll bei Kombi-Betreuung nur noch ein Beitrag gezahlt werden.
Auch bei den Elternbeiträgen in Streikzeiten hat die Verwaltung ihre Position geändert.
Kommt es bei Arbeitskampfmaßnahmen im Öffentlichen Dienst zu Schließungen von Betreuungseinrichtungen, so sollen jetzt bei mehr als 3 zusammenhängenden Streiktagen die Elternbeiträge ab dem 1. Streiktag anteilig zurückgezahlt werden.
„Warum der Beitrag erst ab dem 4. zusammenhängenden Streiktag anteilig zurückgezahlt werden soll, ist nicht nachvollziehbar,“ so Köllner. „Schließlich darf sich der Öffentliche Dienst als Arbeitgeber nicht dem Verdacht aussetzen, dass er noch darin verdient, wenn er bestreikt wird. Darüber wird im Schulausschuss am 11.9. und im Jugendhilfeausschuss am 25.9. noch zu diskutieren sein!“