„Mit dieser Definition, die noch aus dem letzten Jahrhundert stammt, liegt eine unzeitgemäße und abstrakte Regelung für die Vergabe von Werbeaufträgen der Stadt Paderborn vor.“ Besondere Aktualität gewinnt das Thema auch durch die unlängst in der Westernstraße aufgestellten digitalen Werbetafeln.

Die Linksfraktion fordert die Vertragsvorgabe dringend anzupassen und unterbreitet dafür folgenden Vorschlag:
Auf öffentlichen, auf den verpachteten oder den vermieteten Werbeflächen in Paderborn ist Werbung zu verbieten, die
- den Eindruck erweckt, Personen seien käuflich zu erwerben, oder die Personen mit Objekten gleichsetzt;
- Personen auf ihre Sexualität reduziert oder ihre sexuelle Verfügbarkeit nahe legt;
- mit übertrieben herausgestellter Nacktheit eine Herabwürdigung des Geschlechts vermittelt.
Werbeinhalte, die stereotypische Geschlechterrollen widerspiegeln und Menschen verspotten, die sich nicht den Geschlechterklischees entsprechend verhalten, sind ebenfalls auszuschließen.
Die Sitzung der Gleichstellungskommission findet am Dienstag, den 24. September um 17 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses statt.