Über 60 junge Leute im Alter von 14 bis 26 Jahren treffen sich regelmäßig in den Räumen der Aidshilfe. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt Hagelüken und ergänzt: „Einige Jugendliche kommen schon nicht mehr, weil es zu voll ist.“ Schwierig sei es, zusätzliche Termine für den Treff anzubieten, da die Räume der Aidshilfe an anderen Tagen schon belegt seien.

Die Jugendlichen, die oft selbst Ausgrenzung erfahren haben, erleben sich hier als Teil einer großen Gemeinschaft, fast schon einer Familie. Die Gruppe gibt den Jugendlichen Rückhalt und macht ihnen Mut, sich auch evtl. zu outen.

Im Gespräch mit den Jugendlichen wollte die Linksfraktion / offene Liste erfahren, wie sich die jungen Leute einen neuen Treffpunkt für ihre Gruppe vorstellen. Roswitha Köllner: „Welche Vorstellungen gibt es für die Suche nach neuen Räumlichkeiten? Welche Dinge sind dabei wichtig?“

Hier wird an erster Stelle die zentrale Lage der Räumlichkeiten genannt. „Viele der Gruppenmitglieder kommen mit dem Bus. Es gibt Leute, die sogar aus Bad Pyrmont und Bielefeld hierherkommen“, sagt eine der Teilnehmerinnen. „Deshalb ist eine zentrale Lage des Treffs besonders wichtig für uns, wir brauchen Räume, die günstig liegen.“

Einige Jugendliche treffen sich auch außerhalb der Freitagstreffen. „Wir weichen dann in das Paderquellgebiet aus. Im Sommer ist das toll, aber wenn es Winter wird, ist es ganz schön kalt bei unseren Treffen,“ so eine andere Jugendliche.

Jan Hagelüken: „Es wäre gut, wenn die Jugendlichen neue Räume bekämen, die die Möglichkeit bieten, auch etwas zu gestalten. Auch ein Außenbereich ist sinnvoll und natürlich eine Küche, damit wir weiterhin mit der Jugendgruppe kochen können.“

Nach Einschätzung von Roswitha Köllner ist es nicht einfach, neue Räume zu finden. Die Frage steht im Raum: Wo gibt es Leerstände, die man für einen Queeren Jugendtreff nutzen könnte?

"Hier sehen wir die Stadt in der Verantwortung", sagt Köllner, die die Linksfraktion im Jugendhilfeausschuss vertritt und ergänzt: "Die Linksfraktion / offene Liste wird das Thema im Auge behalten."