Die Linke wählte zwanzig Kandidat*innen für die Reserveliste, mehr als die Hälfte weiblich und nahezu durchgängig einstimmig. Unter den ersten sechs Listenplätzen sind auch drei Nichtmitglieder. "Wir wollen damit auch deutlich machen: Wer sich in Paderborn für linke Kommunalpolitik engagieren will, muss nicht Parteimitglied sein," so Borgmeier, "über die Hälfte der Kandidat*innen sind gewerkschaftlich engagiert und üben betriebliche Mandate aus. Wir gehen mit einem starken Personalangebot in den Wahlkampf, mit einer guten Altersmischung und einer breiten gesellschaftlichen Repräsentanz".

Einstimmig wurde ein Kommunalwahlprogramm verabschiedet. Unter dem Motto "Für ein so-zial gerechtes und sexismusfreies Paderborn!" fordert die Linke Maßnahmen, um die soziale Spaltung zu Überwinden. "Armut darf nicht länger hingenommen werden," stellt Roswitha Köllner, Stadtverbandssprecherin und Ratsfrau klar, "gerade in Corona-Zeiten wird deutlich, dass Sozialleistungsbezieher*innen und Beschäftigte im Niedriglohnsektor - und damit über-wiegend Frauen - besonders betroffen sind."

Jörg Schroeder, Co-Sprecher im Stadtverband, ergänzt: "Wir müssen jetzt die Erfahrungen aus dem Shut-down nutzen. Alle haben erlebt, wie wohltuend leere Straßen und Parkplätze sind. Wir wollen jetzt die Energie- und Verkehrswende in Paderborn umsetzen." U.a. fordert die Linke mittelfristig einen ticketfreien Nahverkehr, den Ausbau des ÖPNV und des Rad-wegenetzes.