Aufgrund fehlender finanzieller Mittel sind mit Kosten verbundene Freizeitaktivitäten auch außerhalb der Räumlichkeiten der AIDS-Hilfe kaum möglich, heißt es in der Begründung zum Antrag. „Mit dem beantragten Zuschuss wollen wir den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, Unternehmungen sowie die Teilnahme an Ausflügen und anderen Events zu bestreiten,“ sagt Roswitha Köllner, die die Linksfraktion im Jugendhilfeausschuss vertritt. „Da sich die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für die Gruppe als schwierig gestaltet, würde die Stadt zumindest mit einer Bezuschussung für deren Freizeitaktivitäten ein positives Signal setzen.“
Der zweite Antrag, den die Linksfraktion / offene Liste einbringt, betrifft das Angebot von mehrtägigen Ferienfreizeiten. Die Stadt wird darin aufgefordert, das bisherige Angebot – 2 mehrtägige Ferienfreizeiten für 2019 – um 2 weitere Freizeiten aufzustocken. In diesem Zusammenhang verweist die Linksfraktion auf den aktuellen Kinder- und Jugendbericht, der zu dem Schluss kommt, „dass für Familien die Finanzierung kultureller Veranstaltungen und Urlaubsreisen besonders problematisch zu sein scheint.“
Ferienfreizeiten mit der Möglichkeit der Bezuschussung oder Kostenübernahme böten gerade für Kinder aus einkommensschwachen Familien die Möglichkeit der aktiven Freizeitgestaltung und damit der Erholung gemeinsam mit anderen Kindern in einem anderen Umfeld, heißt es in der Erklärung zum Antrag. „Der Bedarf an weiteren mehrtägigen Ferienfreizeiten ist nach wie vor gegeben“, meint Köllner und ergänzt: „Um sozialen Spaltungstendenzen entgegenzuwirken, ist es wichtig, dass sich die Stadt in diesem Bereich verstärkt engagiert.“ Paderborn würde so zeigen, dass die Stadt die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen im Blick habe und damit ein positives Zeichen setzen.

Die Sitzung des Jugendhilfeausschusses findet am Mittwoch, den 7.11. um 17 Uhr im Sitzungsraum des Jugendamtes, Am Hoppenhof statt.