„Zum Ende dieses Jahres läuft die Finanzierung des Landes NRW über den LWL-Verband aus, da es sich lediglich um eine Anschubfinanzierung handelte“, erklärte Hellmuth, "wir freuen uns über jegliche Unterstützung." Nach Angaben des LWL-Verbandes müssten sich jetzt Kreis und Stadt Paderborn um die Weiterfinanzierung der Gruppe kümmern. Bisher hatte das Land NRW die Miete für die Räumlichkeiten der OHANA und die 50%-ige Stelle der Sozialarbeiterin für zwei Jahre finanziert.

„Unsere Jugendlichen haben einen besonders hohen Beratungsbedarf, da Menschen, die nicht der Vorstellung und den Normen der Heterosexualität entsprechend leben, immer noch benachteiligt und sehr häufig auch gemobbt werden“, führte Hellmuth weiter aus.

Immerhin werde nirgendwo anders so auf die Bedürfnisse und besonderen Lebensumstände der queeren, z. B. der homo-, bi-, trans- und intersexuellen Jugendlichen eingegangen, erklärte auch Ecki Steinhoff, der als Vorstandsmitglied der Aidshilfe Paderborn und Mitglied der Linksfraktion den Aufbau der Gruppe tatkräftig unterstützt hat.

"Die OHANA ist einzigartig im gesamten Kreisgebiet", sagt Bürgermeisterkandidatin Elke Süsselbeck, "als notwendige Gruppe im Bereich Jugendarbeit verdient sie unsere volle Unterstützung. „Wir werden uns auf jeden Fall engagiert für den Erhalt dieser wichtigen Jugendgruppe einsetzen", verspricht Süsselbeck und fügt hinzu: "Auch über die Einrichtung einer weiteren Gruppe muss nachgedacht werden, denn die OHANA Jugendgruppe nimmt nur Menschen bis 26 Jahre auf."