„Bei der geplanten Bebauung bleibt von dem Grünstreifen mit ihrem 40 bis 50 Jahre alten Baumbestand, der in heißen Sommern eine wichtige Klimafunktion für das Quartier darstellt, nichts mehr übrig. Der Grünstreifen kann nur erhalten werden, wenn auf das Dienstleistungsgebäude verzichtet wird“, so Buhr.
Bei den Bäumen handelt es sich überwiegend um Robinien. „Robinien werden hierzulande vermehrt angepflanzt, da sie sich besonders gut den Klimaveränderungen anpassen“, ergänzte Matthias Reiche“, Experte von pro grün.

Zweifel bestehen auch an den Vermarktungschancen am Standort. „Zwar ist die Fläche innenstadtnah und gut angeschlossen an den ÖPNV, die Nutzungseinschränkungen Richtung Bahnkörper aufgrund der Lärmemissionen gehen aber zu Lasten der Attraktivität. Außerdem halten wir einen Mix der Wohnungsgrößen für sozial nachhaltiger“, teilt Borgmeier Bedenken der Anwohner. Der Investor plant bekanntlich in drei Gebäuden 85 Wohnungen, zum Großteil Kleinstwohnungen mit weniger als 45 m² Wohnfläche.
Noch steht der Planungsprozess am Anfang. Baurecht ist noch nicht geschaffen worden. Die Linksfraktion wird sich für eine neue Artenschutzprüfung einsetzen und ruft die Anwohner auf, sich aktiv in die öffentliche Diskussion einzubringen. Dadurch kann Einfluss auf die Planung genommen werden.