Nach der schrittweisen Öffnung der Schulen ab dem 23.04 sei der Ausfall an Unterrichtsstunden im Klassenraum noch längst nicht abgeschlossen. Weiterhin werde - vermutlich zunehmend - der Unterricht über digitale Medien ablaufen. Daher sei bei den Schulkindern auch von einem nach wie vor erhöhten Bedarf an IT-Medien auszugehen, gerade auch bei Bedarfsgemeinschaften von Transfergeldempfängern.

Um hier Abhilfe zu schaffen, beantragt die Linksfraktion, dass die Stadt Paderborn ihren Einfluss im Beitrat und in der Trägerversammlung des Jobcenters Kreis Paderborn geltend machen soll. Für Empfänger*innen von ALG-2 müssten alle gesetzlichen Möglichkeiten für die Gewährung von Mehrbedarfen ausgeschöpft werden. Ebenso sei die Gewährung von Hilfen in besonderen Lebenslagen für Bezieher*innen von Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung anzuwenden. Die Verwaltung solle zudem Betroffene verstärkt auf die bestehenden Hilfsonds der Stadt hinweisen, heißt es im entsprechenden Antrag der Linksfraktion.

„Allen Menschen steht dasselbe Recht zu, sich in Krisen ausreichend zu schützen“, betont Borgmeier und ergänzt: „Es ist jetzt besonders wichtig, all denjenigen zu helfen, deren Lebenssituation sich durch die Corona-Pandemi noch um einiges verschlechtert hat." Trotz milliardenschwerer Hilfspakete der Regierung sei gerade im Bereich der Sozialleistungsempfänger*innen keine finanzielle Aufstockung gewährt worden. "Das ist ein sozialpolitischer Skandal, und deshalb muss jetzt vor Ort praktisch geholfen werden", so Borgmeier. Solidarität mit den Bedürftigen sei das Gebot der Stunde.