Zwar wolle man einen möglichen Investor vertraglich auf eine Zusammenarbeit und Unterstützung der Kreativszene festlegen, die damit verbundenen Risiken einer Insolvenz stehen zwar auch in der Ratsvorlage, werden aber billigend in Kauf genommen.
Mehr als ärgerlich ist dann noch, dass so getan wird, als könne ein privater Investor den künftigen Nutzern eine günstigere Miete anbieten. Wer hier in Millionenhöhe investieren will, erwartet auch eine entsprechende Rendite und die muss von irgendjemand bezahlt werden. Es gibt bundesweit – auch wirtschaftlich - erfolgreiche Modelle in kommunaler Trägerschaft mit unterschiedlichen Kooperationsmodellen. Das wurde von den Planern auf Nachfrage auch bestätigt. Entweder mit einer Beteiligungsgesellschaft der Kreativen oder mit einem Genossenschaftsmodell. Warum sind dies Modelle nicht weiter untersucht worden? Die Linksfraktion schlägt vor, zunächst Best Practice Beispiele vor Ort zu besichtigen.

„Es gibt überhaupt keinen Grund ohne diese Grundlagen, ohne einen vernünftigen politischen Abwägungsprozess, jetzt eine Vorfestlegung mit einem sogenannten Präqualifikationsverfahren im Rat vorzunehmen. Runter vom Gaspedal, erst schlau machen und dann entscheiden“, fordert Borgmeier.