Für die Zukunft ist aus Sicht der Linken aber entscheidend, wie Altersarmut, Kinderarmut und Frauenarmut - die immer mit sozialer Ausgrenzung verbunden ist – nachhaltig bekämpft werden sollen.

„Für die nächsten Jahre erwarten wir pandemiebedingte massive Verteilungskämpfe über die sozialen und wirtschaftlichen Folgekosten von Corona. Uns hätte interessiert, welche Vorstellungen die Koalition hier entwickelt. Wenigstens mal eine Aussage, dass vor dem Hintergrund der Haushaltssituation, keine Kürzungen im sozialen Bereich erfolgen sollen. Auch Fehlanzeige“, so Schroeder.
Die grüne Handschrift des Koalitionsvertrags ist unverkennbar. Vieles, was in den letzten Jahren im Bereich Umwelt, Klima und Mobilität unmöglich schien, ist jetzt machbar.

„Dieser Kurs wird - wie vorher auch - von uns unterstützt und wir werden mit dafür sorgen, dass das keine Lippenbekenntnisse bleiben“, begrüßt Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linken im Stadtrat und bleibt skeptisch: „Schon bei der Abstimmung im Rat über die Ausrufung des Klimanotstands in Paderborn war auf die Grünen nicht zu zählen“.
Fast vergeblich suche man im Koalitionsvertrag nach der Handschrift der CDU. Außer der personellen Verstärkung von BOSS und ein paar Projekten von Markus Mertens sei nicht viel zu erkennen.
„Das ist auch nicht verwunderlich“, so Borgmeier, „wer keine Zukunftsvorstellungen für Paderborn hat, kann auch keine kommunale Programmatik in Verhandlungen einbringen.“