Hunderttausende sind auf der Flucht und werden vertrieben. Wer darin nur einen Akt der Terrorismusbekämpfung sehen kann, hat einen eingeschränkten politischen Blickwinkel und ist zu kritisieren.

Recep Alpan hat in den vergangenen Jahren eine von vielen anerkannte Arbeit im Integrationsrat geleistet. Der interkulturelle und interreligiöse Dialog hat Fortschritte gemacht und darf nicht gefährdet werden. Der Vorsitzende des Integrationsrats muss wissen, dass seine Äußerungen vor diesem Hintergrund bewertet werden. Auch wenn vielleicht keine Absicht unterstellt werden kann.

„Rücktrittsforderungen sind das eine. Besser wäre es, die eigenen politischen Positionen zu hinterfragen, zu korrigieren und Beiträge zu einer friedlichen Konfliktlösung zu liefern. Das würde dem Ansehen des Integrationsrats helfen. Das würde den Vorsitzenden rehabilitieren.
Da muss Recep Alpan jetzt prüfen“, so Borgmeier.