Wo bleiben künftig Reisende und Radfahrer auf dem verbleibenden sieben Meter breiten Streifen zwischen Gebäudekante und Bordsteinkante Bahnhofstraße? Wo bleiben künftig hunderte von Fahrrädern?
Diese Probleme müssen gelöst werden, bevor der Beschluss über den städtischen Zuschuss gefasst wird. Der Rat wird vor die Alternative gestellt: Vogel friss oder stirb, obwohl ein hoher Betrag aus Steuergeldern in den Bau fließen soll. Ein Gebäude von derart wichtiger städtebaulicher Relevanz ohne öffentliche Beteiligung bauen zu wollen, ist kein guter Stil und muss Widerstände produzieren.“

Niemand würde ein solches Geschäft abschließen. Du zahlst mir 1,9 Mio. € und im Gegenzug hast du nichts zu melden. So kann man dem nicht zustimmen. Die Stadt Paderborn muss die Möglichkeit haben, auf die Planung im Sinne der Problemminderung Einfluss zu nehmen. Neben den, von den Grünen vorgeschlagenen Seiteneingängen, sollte geprüft werden, ob eine Arkadenlösung im Erdgeschoss machbar ist. Das würde zwar zum Verlust von Verkaufsflächen und damit zu wirtschaftlichen Einbußen führen, aber die Verkehrsprobleme vor dem Bahnhof reduzieren.

„Kann es richtig sein, das Primat wirtschaftlicher Interessen zu Lasten öffentlicher Interessen zu akzeptieren und dafür auch noch Geld zu bezahlen“? fragt Borgmeier, „aus Sicht der Linksfraktion muss hier zunächst weiterverhandelt und ein besseres Ergebnis erzielt werden."