In der Paderhalle nur die Bestuhlung und das Parkett zu erneuern, ist nach Ansicht von Roswitha Köllner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DIP, nicht ausreichend. „ Wenn schon Geld für die Erneuerung in die Hand genommen wird, dann sollte die Paderhalle auch zukunftsfähig gemacht werden. Alles andere ist zu kurz gedacht.“

 4 Varianten sind für eine mögliche Modernisierung durchgeplant worden. Dabei ist bei den Varianten  2-4 zusätzlich die Möglichkeit vorgesehen, durch eine neue Hubbodentechnologie eine große ebene Fläche zu schaffen. Durch die Umsetzung von Variante 3 könnten von 20 Reihen Bestuhlung die ersten 13 Reihen in eine ebene Fläche verwandelt werden. Diese Fläche wäre, nach Aussage von Maria Rodehuth, Paderhallen-Geschäftsführerin, in einem Gespräch mit der DIP, groß genug, um  Konzerte durchführen zu können, bei denen das Publikum steht bzw. stehen und sitzen kann. Hiermit ergeben sich neue Veranstaltungsperspektiven.

„Vor allem Konzerte für Jüngere, bei denen man sich bewegen und mittanzen möchte, wären jetzt möglich. Das macht die Paderhalle auch attraktiv für junge Leute“, sagt Roswitha Köllner. „Sicher geht es hier um Millionenbeträge. Aber wenn jetzt die Chance auf eine Investition in die Zukunft vertan wird, dann muss man damit leben, dass die Paderhalle über kurz oder lang einen Veranstaltungsrückgang zu verzeichnen hat. In der Konkurrenz mit anderen Hallen heißt Stillstand hier Rückschritt!“

Dies nehmen CDU und Grüne in Kauf, indem sie sich deutlich für die Variante 1 positionieren. Ihre Begründung, dass demnächst auch noch andere Projekte saniert werden müssen, ist zu kurzfristig gedacht. Roswitha Köllner: „Die Entscheidung im Aufsichtsrat war ein schlechter Tag für die Paderhalle“.