Der heimische Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann hat einen Aufmerksamkeitserfolg erzielt:

Durch die Medien ging die Nachricht, er habe als "Vertreter des Wirtschaftsflügels in der CDU" anläßlich der großkoalitionären Verhandlungen daran erinnert, dass "bei der Bundestagswahl die SPD der Verlierer gewesen" sei.

Angela Merkel, Sigmar Gabriel und Co., mit ihnen auch die deutsche Öffentlichkeit, so müssen wir annehmen, hatten das inzwischen vergessen.

Aber nun wissen sie es wieder, ein Paderborner Politiker leidet eben nicht unter Erinnerungsschwäche.

Carsten Linnemann will mit seinem Verweis auf die Wahlergebnisse den Interessen der Unternehmerschaft bei den Koalitionsvereinbarungen zum Zuge verhelfen. Da stellt sich allerdings die Frage, wieviel Stimmen denn für den christdemokratischen "Wirtschaftsflügel" abgegeben wurden. Auf dem Wahlzettel stand der nicht.