für ein gerechteres Paderborn

Der Neubau des Paderborner Hauptbahnhofs scheint näher zu rücken. Nun liegt eine neue Planung vor, die eine deutliche Verbesserung darstellt.
„Über Architektur und Baustil kann man zurecht streiten. Bundesweit wird derzeit zwischen Flensburg und Bodensee nahezu einheitlich so gebaut. Ein anderer Entwurf steht aber leider nicht zur Debatte. Der Investor hat sich bewegt und schafft durch einen überdachten Kolonnadengang mehr Platz vor dem Bahnhof.

Warum keine Alternative?

Bürgerbegehren und Bürgerentscheide sind gute Instrumente der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger an der Stadtpolitik. So können wichtige Entscheidungen korrigiert oder Forderungen durchgesetzt werden. Die formalen und juristischen Anforderungen sind leider sehr hoch und bürokratisch. Das Verfahren wird nur von wenigen beherrscht. Einer davon hat in den vergangenen Jahren zu jedem Wahlkampf ein Bürgerbegehren initiiert.
Die Linksfraktion im Rat der Stadt Paderborn hat im November einen Ratsbürgerentscheid abgelehnt, weil der Rat nach über zehn Jahren Debatte und weit über einer Million € Planungskosten endlich Farbe bekennen und Nägel mit Köpfen machen sollte.

„Einem Bürgerbegehren haben wir im November noch positiv gegenübergestanden“, erklärt Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion, „in der Zwischenzeit liegen die Dinge anders. Die Initiatoren haben nicht in erster Linie ein juristisches, sondern ein politisches Problem. Jenseits von Kostenschätzung oder Fristen muss doch die Frage der Alternative beantwortet werden. Warum sagen die Initiatoren dazu kein Wort?

Vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts:
Linksfraktion zum Gespräch vor Ort

Das Paderborner Arbeitslosenzentrum (PadAlz) mit seinen Außenstellen in Bad Lippspringe, Borchen, Delbrück, Hövelhof und Salzkotten berät mit ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern Erwerbslose und Menschen in prekären Lebenssituationen. In diesem Jahr blickt der Verein auf 20 Jahre Beratungstätigkeit zurück. Vor dem Hintergrund der Hartz IV Debatte sprach die Linksfraktion / offene Liste jetzt vor Ort mit den Mitarbeitern der Beratungsstelle.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
verehrte Kolleginnen und Kollegen,

"Was will ich?" fragt der Verstand. "Worauf kommt es an?" fragt die Urteilskraft. "Was kommt heraus?" fragt die Vernunft. So hat Immanuel Kant einmal formuliert.
In den politischen Debatten der letzten Wochen ist dieser Dreisatz bei einigen total unter die Räder gekommen.

Besuchte pro familia in den neuen Räumlichkeiten: Ratsfrau Roswitha Köllner (3.v.r) sprach mit Leiterin Sabine Lüttges (4.v.r.) und ihren Mitarbeitern

Im letzten Jahr hatte sich die Linksfraktion / offene Liste für die finanzielle Unterstützung von pro familia durch die Stadt stark gemacht. Jetzt besuchte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Roswitha Köllner die Beratungsstelle in den neuen Räumlichkeiten in der Ledeburstraße 30.

Nicht nur die Räumlichkeiten haben gewechselt, auch personell gab es Veränderungen: So unterstützt jetzt mit Timon Theiß ein männlicher Mitarbeiter die Kolleginnen. „Besonders bei Schulprojekten ist es vorteilhaft als gemischtes Team aufzutreten und z.T. auch geschlechtergetrennt beraten zu können“, sagt Kollegin Anja Podtschaske zur gemeinsamen Arbeit. Denn das Angebot von pro famlia umfasst nicht nur Schwangerenkonfliktberatung sowie Sexual- und Paarberatung, sondern auch sozialpädagogische Maßnahmen an Schulen.

Netzentgelte der Westfalen-Weser als Preistreiber?

Mehr Bürgerinformation zu Preisveränderungen möchte der Geschäftsführer der Stadtwerke, Herr Christian Müller, zukünftig auf verschiedenen Ebenen den Bürgern anbieten. Dies ist ein positives Ergebnis des ausführlichen Gespräches mit der BI „ Gaspreise-runter".
Um durchschnittlich mehr als 10% erhöhen die Stadtwerke Paderborn zum 01.01.2019 ihre Energiepreise. Ein wesentlicher Faktor bei der Preisgestaltung sind für das Unternehmen im Aufbau mit zurzeit 15.500 Kunden die Erhöhung der Netzentgelte. Diese betragen netto 19% bei Strom und 20% bei Gas. Damit liegen die Erhöhungen deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt, der für Strom bei ca. 2% und für Gas bei ca. 1% liegt.
„In vielen Bundesländern bleiben die Netzentgelte stabil, in wenigen steigen sie leicht und nur in 4 Ländern deutlich. Da stellt sich natürlich die Frage, warum ausgerechnet die Westfalen Weser Energie – Gruppe die Netzentgelte so drastisch erhöht“, sagt Roswitha Köllner, Sprecherin der Bürgerinitiative.